FreiRaum schaffen

Hast Du das auch schon mal erlebt: Du kaufst Dir etwas und willst es verstauen, aber es ist kein Platz mehr in den Kästen, Laden, Regalen und selbst auf Arbeitsflächen? Du schiebst , drückst und räumst herum und Du schaffst es irgendwie dann doch noch zu verstauen.

 

Wenn Du dann mal etwas suchst und ggf. gefunden hast kommt Dir das ganze Zeugs links und rechts davon mit entgegen? Und wieder von neuem ... schieben, drücken und herum räumen.

 

Sind wir mittlerweile Konsumjunkies? Einige von uns und ich zähle mich dazu, haben viel zu viele Sachen, meist unnötige, welche wir gar nicht mehr nutzen oder gerade mal selten nutzen ggf. um ihr Behalten zu rechtfertigen. Mich nervt das (siehe auch Artikel Unannehmlichkeiten) und es kostet mich Energie, selbst wenn ich nur in einen überfüllten Kasten oder vollgeräumte Fläche schaue.

 

Deswegen habe ich begonnen das zu ändern. Einige Kästen sind nun nicht mehr über voll und ich konnte mittlerweile schon ein Regal komplett entsorgen und ein weiteres ist nahezu leer (und dient eigentlich nur noch für das Halten einer Pflanze).

 

Schwer fällt mir Sachen zu entsorgen oder zu verschenken zu welchen ich eine emotionale Bindung habe. Ich werde mir wohl eine Kiste für diese Sachen reservieren...

 

Auf alle Fälle werden nun nicht nur die Kästen, Laden, Regale und Arbeitsflächen leerer, sondern auch die Räume selbst werden immer "freier". Ich empfinde das als sehr angenehm :-)

 

Wie geht es Dir damit? Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Du mehr FreiRaum hättest? Und was könntest Du heute schon loslassen?


(08.01.2015)


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Kommentare: 2
  • #1

    berta (Freitag, 18 November 2022 13:24)

    es geht mir ganz ähnlich.
    nach einem intensiven retreat vor 5 jahren, bei dem ich eine erkenntnis hatte, die loslassen/weniger-werden betraf, habe ich begonnen, mein leben und meine wohnung zu "leeren". zu beginn tatsächlich mehrere pkw-ladungen!! (alles für eine hilfsorganisation, welche die sachen nach rumänien brachte) seltsamerweise merkte ich irgendwann, dass es trotzdem nicht mehr platz gab.... dann stieß ich in der bibliothek auf marie kondo und begann nun nocheinmal systematischer zu entrümpeln und zwar nach dem prinzip "was macht mich glücklich/was soll bleiben?" (und nicht: was kann weg). der rest konnte dann weg. sehr viel nachhaltiger, wie ich finde. so verschwanden ganze schränke, regale und mit ihnen ihr inhalt. es sieht schon viiiiiieeeell leerer und besser aus. allerdings habe ich familie - wir sind 5 personen! da ists schwierig. und: ich bin von natur aus nicht sonderlich ordentlich. also siehts schon auch immer wieder zugerümpelt aus - vorallem auf meinem schreibtisch. aber ich arbeite mich vorwärts. auch dank marie kondos neuem buch, in das man auch hineinschreiben kann, fotos zu dokumentationszwecken anfertigen soll, gefühle notieren etc. das hat mich enorm motiviert. nun arbeit ich erstmal innerlich weiter am loslassen.... denke, das geht hand-in-hand... zu letzterem gehört auch emotionales loslassen. alte familiengeschichten die unbemerkt wirken... hierbei sei mark wollynn empfohlen, der sehr erfolgreich menschen hilft, auch transgenerationale traumata zu lösen: "dieser schmerz ist nicht meiner". für mich gehört dieses aufräumen mit uralten geheimnissen und tabus meiner eltern/großeltern genauso dazu, wie das innere aufräumen durch meditation und das äußere ausmisten.

  • #2

    Jürgen (Samstag, 19 November 2022 18:36)

    Hallo berta,
    war ich überrascht über Dein Kommentar :-) Habe die Seite schon sehr lange nicht mehr bearbeitet.

    Marie Kondo war bei mir auch ausschlaggebend auszumisten und ich war zu dieser Zeit auch auf einem 7 tägigen Schweigeretreat.

    Damals war's bei mir einfacher, da war ich gerade Single, mittlerweile sind wir zu 4-t.

    Ordnung würde ich gerne noch immer halten, allerdings bin ich dabei Solokämpfer ;-)

    Loslassen ist denke ich ein Thema, dass während des Lebens immer aktuell ist! Beschäftige mich ja auch mit Buddhismus und da ist das ja auch ein zentrales Thema.

    Glücklicherweise habe/hatte ich nie so wirkliche Traumata, allerdings vor 5 Jahren eine schwere Krankheit... und da hat mir der Buddhismus wieder einmal sehr geholfen, auch das Beschäftigen mit dem Loslassen.

    Dir alles Gute!
    lg
    Jürgen